Zeit-Kolumnistin: Wer langweilt, hat verloren

Sie legte sich als junge Feministin mit Alice Schwarzer an, interviewte KriegsflA?chtlinge und ist Kochkolumnistin. ai??zJeden Tag kann man Neues entdeckenai???, sagt Elisabeth Raether. Die Zeit-Redakteurin zeigte jetzt Studierenden, wie man lernt zu A?berraschen.

Elisabeth Raether_zuschnitt

Zeit-Autorin Elisabeth Raether (M.) mit Macromedia-Prof Dr. Thomas Hestermann (M.) und Journalistik-Studierenden: ai??zJeden Tag kann man Neues entdecken.ai??? Foto: Christin KrA?ger / Macromedia

Ihr Rezept fA?r einen Apfelkuchen verband sie mit der A?berlegung, ob dank solcher KAi??stlichkeiten auch AuslAi??nderfeinde die Welt milder sAi??hen. ai??zWie kommt man auf so etwasai???, wollen die Journalismus-Viertsemester der Macromedia Berlin von Elisabeth Raether wissen.

Manchmal A?berrasche sie sich selbst, antwortet sie und lAi??chelt. Journalistik-Professor Dr. Thomas Hestermann hat die Redakteurin der Zeit eingeladen, um Wege zum journalistischen Erfolg zu diskutieren. Immer wieder die Perspektive zu wechseln, rAi??t die Journalistin. Danach zu suchen, was dem Publikum noch nicht bekannt sei. So stieAY sie im GesprAi??ch mit FlA?chtlingen aus Jemen und Syrien auf den verblA?ffenden Satz: ai??zDer Krieg ist das Beste, was uns passieren konnte.ai??? Denn vorher war das Leben die HAi??lle gewesen.

Die Lesegewohnheiten haben sich geAi??ndert, sagt Elisabeth Raether. Seien zu frA?heren Zeiten BildungsbA?rger vielfach bereit gewesen, sich auch durch schwer lesbare Texte zu quAi??len, gelte heute: Wer langweilt, hat verloren. ai??zWir mA?ssen um unsere Leser kAi??mpfen.ai???

Zum Journalismus kam Elisabeth Raether erst mit 30. Sie hatte Literaturwissenschaft studiert, wollte sich nicht bei einer Journalistenschule bewerben ai??i?? ai??zwomAi??glich hAi??tten die mich abgelehntai???. Doch bereits ihr erstes Buch ai??zNeue deutsche MAi??dchenai??? (mit Jana Hensel) war erfolgreich, in die hitzige Debatte schaltete sich selbst Alice Schwarzer ein. Nach einem Praktikum beim Zeitmagazin bot man Elisabeth Raether eine Redakteursstelle und die wAi??chentliche Kochkolumne ai??zWochenmarktai??? an.

Jetzt arbeitet sie im Politikressort der Zeit, widmet sich aber ganz unterschiedlichen Themen. Und manchmal ist eben auch das Kochen politisch. Keiner ihrer Artikel erntete mehr Widerspruch als ihr PlAi??doyer fA?r Fleischgenuss. Wie schafft man es, mit Kritik umzugehen? Elisabeth Raether: Sich dem Blick anderer zu stellen helfe, es immer wieder anders zu machen ai??i?? und zu A?berraschen.

 

 

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