Studierende setzen internationale Kunst in Szene

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„Black Marrow“, eine Produktion der isländischen Fotografin Erna Ómarsdóttir. Foto: Bjarni Grimsson.

Im Rahmen zweier Kooperationsprojekte mit Kampnagel und den Hamburger Kammerspielen haben die Kulturjournalismus-Jahrgänge über Theaterproduktionen berichtet. Entstanden sind zwei Ausgaben des multimedialen Blogs, der nun auf dem bundesweiten „Macromedia Magazin“ der Hochschule veröffentlicht ist.

Kulturelle Grenzen oder gar Sprachbarrieren? – Geschenkt. Natürlich wollten die Studentinnen Paulina Poerters und Lena Rüdiger mit Piotr Pawlenski persönlich sprechen. Doch der russische Künstler konnte nicht vor Ort auf Kampnagel sein, um seine Performances selbst vorzustellen. Denn während das Nordwind-Festival in Hamburg und anderen deutschen Städten zahlreiche Besucher anlockte, musste Pawlenski wegen seiner politischen Aktionen in Untersuchungshaft. Seine Videoinstallationen mussten in Hamburg für sich sprechen. Die Performances im Protest gegen die russische Regierung sorgten bereits weltweit für Furore.

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Der Künstler Piotr Pawlenski wurde mit seinen politischen Aktionen weltweit bekannt. Er wickelte sich aus Protest in Stacheldraht ein oder nähte sich den Mund zu. Foto seiner Videoinstallationen auf Kampnagel: Sinje Hasheider

Das Nordwind-Festival, das seinen Fokus bisher auf skandinavische und isländische Produktionen legte, hatte im vergangenen Winter erstmals einen Russland-Schwerpunkt. Das 5. Semester des Kulturjournalismus-Studiengangs hat sich in die Recherche gestürzt und die internationalen Produktionen rezensiert. Entstanden sind multimediale Beiträge wie eine Audioslideshow über das Festival oder ein Hörfunkhintergrundstück sowie verschiedene Artikel. Im Rahmen der Projektwerkstatt ging es um gründliche Recherchen. Das kleine Team um Zina Gottfried, Maike Reiß, Paulina Poerters, Lena Rüdiger und Gerrit Gedaschko diskutierte dabei intensiv über die Produktionen herausragender internationaler Künstler. Am Beispiel von Piotr Pawlenski wurde ihnen noch einmal vor Augen geführt, was es für einen politischen Künstler heißt, in autokratischen Systemen zu arbeiten.

Die neuste Ausgabe des Macromedia Magazins widmet sich dem Theaterstück „Die Netzwelt“, eine Produktion der Hamburger Kammerspiele. Darin stellt die Dramatikerin Jennifer Haley eine apokalyptische Vision vor – eine beängstigende Mischung aus Pornografie und Verbrechen in einer Online-Parallelwelt. Natürlich handelt es sich um Science-Fiction und dennoch kommt einem die Zukunft sehr gegenwärtig vor.

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Szene aus der „Netzwelt“, eine Produktion der Hamburger Kammerspiele. Foto: Renate Wichers.

Die Studierenden, derzeit in ihrem 4. Semester des Kulturjournalismus-Studiums, setzten sich intensiv mit dem Theaterstück auseinander, besuchten das Ensemble sowie Team um den Regisseur Ralph Bridle und begleiteten den Entstehungsprozess des Stückes bis zur Premiere Mitte April. Die Rezensionen zeugen allesamt von genauer Beobachtungsgabe und analytischen Fähigkeiten. Die Redaktion besteht aus Sophia Herzog, Sophie Meese, Natalia Möbius, Janika Hoffmann, Sabrina Hammer, Nora Jones, Josephine Andreoli, Julia Adame y Castel, Melina Mork und Mirco Seekamp.

Hier sind die Beiträge zu finden: www.macromedia-magazin.de

Ein großer Dank geht an Mareike Holfeld, Leiterin Kommunikation Kampnagel, und an Simone Schmidt, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Hamburger Kammerspiele. Beide Ausgaben der Kooperationsprojekte mit Kampnagel und den Hamburger Kammerspielen sind unter der Leitung von Cora Theobalt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Campus, entstanden. (cat)

http://www.macromedia-magazin.de

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