Eyes On – Magazin der Extreme

Eyes On ist ein Magazin, das Journalistik-Studierende der MHMK am Campus Köln in den Kursen Anwendungsfeld Print, Medientechnik und Mediengestaltung produzierten. Studierende aus den Vertiefungsrichtungen Kultur und Sport entwickelten Idee, Konzept und eine mögliche Marktpositionierung und sie füllten das Heft mit Inhalten. Sie recherchierten und schrieben Porträts und Reportagen sowie Kleinformate, sie redigierten und sie setzten das Heft gestalterisch um. Ergänzend zum Heftkonzept füllten sie einen Blog zu einem Sonderprojekt „Wider die Müdigkeit“, das inhaltlich zum Heftkonzept passte.

Ein Magazin, das Relevantes auf den Punkt bringt, jung und frisch gemacht ist, neue Zugänge findet: Die Grundlinie war nach der ausgiebigen Sichtung von allerlei Best-Practice-Beispielen rasch klar. Der Name, den die Gruppe fand, ist Programm: Eyes On sollte ein Magazin sein, das die Augen öffnet, Aufmerksamkeit erzeugt, wach macht. Kern des Konzepts ist, Gegensätze zu thematisieren, Positionen, die polarisieren. Deshalb entschied sich die Gruppe für Themenhefte – und für den Untertitel: „Das Magazin der Extreme“. Das erste Heft bearbeitet die Pole Aufbruch & Müdigkeit – und zeigt zugleich, dass die Welt eben nicht Schwarz und Weiß ist, sondern dass in allem mindestens ein wenig vom anderen steckt.Die Gruppe formierte sich zu einer Redaktion mit Chefredakteurin, Chef vom Dienst, Ressortleitern und Creative Directors. Jeder war zudem als Reporter unterwegs – und als Porträtist. Recherchieren, verschriften, redigieren, gestalten – typografisch und fotografisch – waren die Kerntätigkeiten (und Herausforderungen), um am Ende ein gedrucktes Magazin in den Händen halten zu können.Eyes On. Das Magazin der Extreme erzeugt Aufmerksamkeit schon auf den ersten Blick. Das Polarisierende, das Teil des Heftkonzepts ist, spiegelt sich im farblich geteilten Titelbild des ersten Themenhefts, das den Gegensätzen „Aufbruch & Müdigkeit“ gewidmet ist, und setzt sich fort. Die Anordnung der Heftinhalte folgt nicht dem klassischen Ressortprinzip, sondern einem speziellen. Es gibt ein Ressort sozusagen für den einen Pol, eines für den anderen, die Anordnung ist so konzipiert, dass begonnen wird mit den Geschichten, die die meisten „Müdigkeitsanteile“ haben und sich daran welche anschließen mit zunehmend mehr Aufbruchanteilen. Freilich ist dies teils subjektiv, weitere Kriterien (Spannung, Themenvarianz) kommen hinzu. Aber die Grundlinie bleibt stets klar erkennbar.Reportage und Porträt sind die journalistischen Hauptgefäße des Magazins Eyes On. Die Auswahl der Porträts spiegelt ebenfalls das Anliegen des Hefts: Ins journalistische Bild gesetzt werden der Kabarettist Wilfried Schmickler, der durch seine Pointen aufrütteln will, die Palästinenserin Sumaja Farhat-Naser, die als Lebenscoach ihres Volkes wirken und es wachhalten will, die Ex-Sportlerin Ines Geipel, die unermüdlich gegen Doping und das Verdrängen des Zwangsdopings kämpft, welches sie am eigenen Leib in der ehemaligen DDR erfuhr. Und Merle Fells, die sterbenden Kindern in einem Hospiz hilft, in die andere Welt aufzubrechen. Die Reportagen erzählen zum Beispiel von Schlafkrankheiten, Schlafwandeln, Schlafmessungen und Träumen sowie von einem Selbstversuch mit Energy Drinks als Wachmacher, von unermüdlichem Feier-Eifer, vom Aufbruch nach dem Abitur und in der Politik („Occupy“) sowie von Menschen, die arbeiten, wenn andere schlafen.

Das Magazin spiegelt noch in anderer Weise eine besondere Stärke der Hochschule: ein schwer erkrankter Kommilitone ist buchstäblich in die Mitte genommen durch ein Porträt, das die Projektleiterin verfasste. Sie zeichnete das Bild eines Studenten, dessen Leben sowohl die tiefe Müdigkeit umfasst, die seine Krankheit bewirkt, als auch seinen Willen, sie zu überwinden und aufzubrechen in seinen Traumberuf Sportjournalist.

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Durchführung: Cagla Bay, Lisa Drebber, Verena Fücker, Swea Hagenhoff, Philip Heuser, Matthias Kirch, Alexander Lemke, Felix Schürholz, Simon Steioff, Nico Tielke, Robin Tillenburg, Eva Weigel, Kevin Wyborny, Luka Ziegler
Semester: 2. Semester
Jahr: 2012
Betreuung: Prof. Dr. Marlis Prinzing, Elke Whitfield
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